Bestandsaufnahme

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Vorab möchte ich sagen, dass diese Seite, wie die Überschrift es schon beschreibt, eine reine Bestandsaufnahme ist. Sie stellt einen Tatsachenbericht dar, wie meine ganze Homepage. Es ist überhaupt keine Kritik am Vorbesitzer oder geschweige denn Erbauer des Fahrzeugs beabsichtigt !!!

Wenn sich jemand diesen Schuh anziehen sollte, dann tut´s mir leid.

 

 

Da steht er nun in meiner heiligen Halle. Der "alte" schöne F20 ist noch nicht abgeholt und wo die beiden so nebeneinander stehen, fallen die optischen qualitativen Unterschiede insbesondere auf.

Nun ja, mein alter F20 war halt ein Fahrzeug allererster Pflegestufe und auch nach 21 Monaten und ca. 25 tkm stand er da, wie aus´m Ei gepellt.

Der 24 Monate junge GTS wurde halt öfter mal über die Rennstrecke gescheucht und das sieht man ihm trotz nur 15 tkm leider ganz gut an.

Aber ich wollte es ja so haben. Nun habe ich die Leistung und muss halt dieses Jahr und kommenden Winter halt verstärkt an der Optik arbeiten, damit er nächsten Sommer auch da steht, wie aus´m ei gepellt.

 

 

Ich habe einfach mal mit dem Innenraum angefangen. Als allererstes flog diese Strebe in den Beifahrerfußraum samt Feuerlöscher raus.

 

 

Beide Ledersitze haben aufgrund der H-Gurte Abriebstellen. In den Fahrersitz hat sich die Schnalle des H-Gurtes mit der Zeit sogar durchs Leder gearbeitet. Anstatt das mit paar Nadelstichen und schwarzem Garn dezent zu nähen, wurde einfach mit Klebstoff ein großer Lederflicken drübergeklebt.

Wie früher bei Muttern, zum Glück war es kein Smily- oder Fußball-Aufnäher !!! ;-)

 

 

Dass beide Diffusorflügel es hinter sich haben, ist glaube ich das kleinste Übel.

 

 

Dass die kmpl. Instrumententafel eher lieblos gemacht wurde verwundert mich extrem. Nicht nur, dass die Kontrolllampen und die Schalter außer Reih und Glied angeordnet sind (siehe Bild 2 weiter oben). Auch die beiden großen Rundinstrumente sind nicht mittig sondern eher sehr tief unten platziert und die kleinen Zusatzinstrumente sind zwar auf einer Linie, aber diese hat eine nach rechts aufsteigende Tendenz.

Auch wenn das Fahrzeug eher für die Rennstrecke gebaut wurde, so vermisse ich hier die mir bekannte HKT-Qualität. Denn beim Schumi  sind die Instrumente & Schalter ja auch nicht Pi mal Daumen platziert, oder ?!?

Meiner Meinung nach darf so was bei dem Neupreis nicht sein.

 

 

Auf beiden Seiten haben die Sitze sich bis zum Kunststoff durchgerieben. Ein kleines Stück Klarsichtfolie hätte es auch verhindern können. Da ich aber etwas kleiner bin, als der Vorbesitzer, hilft es auch schon, wenn der Fahrersitz eine Raste weiter vorne ist.

 

 

Der schwarze Druckschlauch, welcher zum nachgerüsteten Pop-Off-Ventil führt hat bereits zwei starke Scheuerstellen durch die Schelle und den Anschluss am Wasserausgleichsbehälter. Hätte bestimmt nicht mehr viele Kilometer gehalten. Durch Kürzen des Samco-Schlauches zum Verdichter hin wird dieses Problem nicht mehr auftreten.

 

 

Kleiner Auszug aus dem Innenraum, welcher wohl jetzt nach 2 Jahren die erste Reinigung erfuhr.

Auch die Ledersitze freuten sich regelrecht über das erste Pflegemittel und saugten es förmlich in sich auf.

 

 

Das ist das Highlight. Die vordere Sitzbefestigung des Beifahrersitzes.

Eine S-förmig gebogene M6 Gewindestange.

Wenn mal ein +100 kg Beifahrer platz nimmt, liegt der Sitz mit der Vorderkante auf´m Boden.

 

 

Der Sicherungskasten ist leider eine Katastrophe !

Sämtliche! Flachstecker sind größer, als die flachen Gegenstücke im Sicherungskasten. Dabei haben die im Sicherungskasten standardmäßige 6,3 mm. Alle Flachstecker sind derart lose, dass sie beim Beschleunigen drohen heraus zu rutschen, das ist kein Quatsch. Und einfach mit der Zange etwas enger quetschen ging auch nicht, da die Dinger sofort auseinander brechen.

Wahrscheinlich hatte der Vorbesitzer auf der Rennstrecke bei höheren G-Belastungen wirklich Probleme damit. Ich hatte mich schon gewundert, warum in der Innentasche des Fahrertunnels ca. 15 lose Ersatzsicherungen lagen und der Sicherungskasten voller unterschiedlicher Sicherungen (versch. Hersteller) ist. Von meinem F20 kannte ich nur 10 A und 20 A Sicherungen. Hier sind 25 A und sogar 30 A verbaut. Ob das so richtig ist, muss ich noch bei HKT in Erfahrung bringen.

 

 

Der linke hintere Kotflügel hat anscheinend mal bei hoher Geschwindigkeit eine Pylone mitgenommen. Ich vermute, dass sich dadurch der Radius des Kotflügels kurzfristig derart verkleinert hat, dass an der obersten Stelle wo die größte Spannung aufkam der Kunststoff brach.

 

 

Dieser Umstand hatte auch zwei weitere Risse zur Folge.

Einer hier quer über die gewölbte Kante des Heckkastens oberhalb des linken Kotflügels.

 

 

Und der andere (hier zwar kaum sichtbar) am unteren Rand des Karbonkotflügels da wo die Pylone wohl einschlug.

Das wird ja bei der Lackierung im kommenden Winter problemlos behoben, aber gravierender finde ich den Steinschlag am linken hinteren Kotflügel. Da weiß ich noch keinen Rat, wie dieser zu beheben ist.

In diesem Bereich ist die Lackschicht nämlich total zerstört bis auf die nackten Kohlefasern.

 

 

Das linke Seitenteil sieht leider auch nicht besser aus.

Auf über 40 cm Länge ist selbst das Alu total zerschlagen.

 

 

Die leider lediglich lackierten und nicht kunststoffbeschichteten Lampenhalter sind gezeichnet von vielen Steinschlägen.

 

 

Die Gründe für die vielen Steinschläge in der Karosserie werden wohl (außer den Ausrutschern ins Kiesbett) die vorderen Kotflügel sein.

Zum einen sind diese nicht mittig über dem Profil montiert, was aber eher ein optischer Mangel ist.

Die Dinger sind meiner Meinung nach viel zu weit nach vorne geneigt montiert. Bei meinem vorherigen HKT F20 habe ich vom Boden bis zur hinteren Unterkante des Kotflügels lediglich 14 cm gemessen. Da hatte ich schließlich keine nennenswerten Probleme mit Steinschlag. Bei dem GTS sind es stolze 27 cm ! Schon bei der Probefahrt fiel mit auf, dass ständig irgendwelche Einschläge durch Steinchen zu hören sind. Auch habe ich nach jeder Ausfahrt enorm viele davon im Innenraum. Das kannte ich bisher so nicht.

 

 

Dieser seltsamen Verschraubung im Halter nach zu urteilen, war da schon mal jemand dran.

Aber warum ? Es sieht so aus, als hätte jemand die beiden Haltearme verlängern wollen ...

 

 

Das Ergebnis der zu weit nach vorne geneigt montierten Kotflügel ist hier deutlich zu erkennen. Der Hebelweg vom letzten Halter bis nach vorne zur Kante des Kotflügels ist einfach viel zu lang. Der Wind bringt bei höheren Geschwindigkeiten eine derartige Kraft auf, dass beide vorderen Kotflügel mittlerweile in Höhe des Halters einen Querriss (ca. 1-2 cm) aufweisen. Der Kotflügel verliert dadurch derart an Stabilität, dass er nun ab Tempo 180 km/h zu flattern anfängt.

 

 

Die Kugelgelenke der vorderen Achsaufhängung, zeigen leider auch schon ernorme Verschleißerscheinungen (Risse in den Gummimanschetten) und müssen gewechselt werden.

 

 

 

Die anscheinend beschädigte Lenkmanschette habe ich erst auf den zweiten Blick gefunden. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Kabelbinder der die Manschette hält lediglich abgerutscht ist.

 

Die Buchsen der Dreieckslenker sind mit der Zeit/Belastung gewandert und liegen nun an den angeschweißten Haltelaschen an. Dieser Zustand hat zur Folge, dass sich die Materialien mit der Zeit ausarbeiten und muss umgehend behoben werden.
 

Die Sidepipe rasselt bei 3.000 U/min sehr unangenehm und laut. Ich hatte schon die Befürchtung, dass der Kat locker ist, wie bei meinem F20, aber dem ist nicht so. Es scheint die Siebstrecke im Innern zu sein. Muss also demnächst mal "zersägt" werden ... aber was soll´s, mit dem Schlosser bin ich schon per Du ! ;-)

 

Die Bremsen quietschen wie ein LKW. Das kenne ich aber von anderen HKT´s nicht anders, jedoch ist es bei mir extrem laut, habe ich so das Gefühl.

 

Tja, wie man sieht gibt´s mal wieder jede Menge zu tun, aber was soll´s. Ich bin nicht unzufrieden. Schließlich brauche ich immer etwas zum basteln. Und der größte Teil der "Schäden" kommt halt von der Rennstrecke. Solange die Technik so gut bleibt, wie Sie mir zugesagt wurde hat sich der Deal gelohnt, denn wenn ich in dem Wagen sitze und auf´s Gaspedal trete, dann bekomme ich ein dermaßen breites Grinsen im Gesicht und alles andere ist vergessen !!!

Und wenn all diese Mängel im kommenden Winter erst mal behoben sind und der Wagen eine neue Lackierung erhält, steht er wieder da, wie eine Eins !!!