Kupplungswechsel

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Leider gab meine Kupplung mitten in der Saison den Geist auf, was sehr ärgerlich ist, da dafür der kmpl. Motor auszubauen ist. Ich merkte schon bei meinem ersten Rundkurseinsatz in Bitburg, dass die Kupplung nicht mehr sauber trennt. Irgendwie seltsam, dachte ich mir, aber ich hoffte noch, dass sie den Sommer über halten würde. Die Beschleunigungsrennen gegen Holger´s Renn-Caterham wirkten sich dann auch nicht positiv darauf aus ... ;-)

Paar Tage später, stellte ich schon gelegentliches Durchrutschen der Kupplung fest und als ich dennoch mal recht flott angefahren bin, realisierte ich leider zu spät, dass im zweiten Gang leider die Räder qualmten ... wenn ich nun im 4. Gang bei 3.000 U/min fuhr und Gas gab und der Lader seinen Druck aufgebaut hatte, beschleunigte der Wagen nicht mehr, sondern die Kupplung rutschte durch. Naja, bei fast 400 Nm schwächelt die wohl etwas früher.

 

 

Der Sommer will ja eh nicht wirklich durch kommen und in 17 Tagen bin ich beim freien Fahren der Seven IG auf den Nürburgring gemeldet. Also ist etwas Eile geboten und da immer etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommen kann, beschloss ich am 05. Juli nach der Arbeit den Motor raus zu nehmen.

Eigentlich ging es einfacher als gedacht. In knappen zwei Stunden lag der Motor ohne fremde Hilfe auf der Werkbank.

 

 

Die Schwungscheibe scheint nichts abbekommen zu haben. Etwas angelaufen, aber das wäre nicht schlimm, hat man mir gesagt. Mit Schmirgel drüber gehen, reinigen und gut ist.

Hier sieht man auch die so überaus geheimnisvolle Adapterscheibe vom Audi Motor ans MT75 Getriebe. Ich bin heute noch ziemlich sauer, weil man mir diese damals nicht separat verkaufen wollte. Ohne Weiteres hätte ich mir so den Umbau auf den Audi Motor in meinem wunderschönen F20 selber gemacht. Und anstatt wenigstens den Umsatz mit so manchen Ersatzteilen zu machen, wird der Kunde mit Umbaukosten in Höhe von 13.000,- € (lt. Angebot) verschreckt. Und warum wird sie nicht verkauft ? Nur weil der Kunde dann die Adapterscheibe nachbauen lassen könnte ... so ein Quark ... was sollte mich jetzt daran hindern das selbe zu machen ?!? Nichts, aber ich habe ja auch immer noch kein Interesse daran !!!

 

 

Überraschend musste ich feststellen, dass die Reibscheibe kaum Verschleiß aufweist. Sie ist lediglich 0,3 mm dünner, als eine Neue !!! Klar, ist der Belag durch das durchdrehen stark verglast und haftet wohl dadurch nicht mehr.

 

 

Wahrscheinlich wird das auch ein Grund sein, warum die Kupplung nach nur 19 tkm schwächelt. Von den 8 Stegen, die den äußeren Reibbelagring mit dem Innenleben der Kupplungsscheibe verbinden, sind 3 kmpl. durchgerissen und 2 weitere haben schon feine Haarrisse.

Eigentlich eher als glücklicher Zufall anzusehen, denn beim freien Fahren am Nürburgring wären die restlichen Stege bestimmt auch gebrochen und dann gäbe es kein Vorankommen mehr.

 

 

Da hätten wir auch schon die neue Scheibe. Anhand der aufgedruckten Nummern auf der Kupplungsscheibe, sowie auf dem Automaten konnte mein kompetenter Autoteilelieferant ermitteln, dass es sich bereits um eine Sportkupplung und einen Sportautomat mit erhöhtem Anpressdruck handelt.

Junge junge, was das Zeug eine Kohle kostet ... unglaublich ... da zauberten mir meine 20% Rabatt auch kein Lächeln auf´s Gesicht.

Zu beachten ist allerdings, dass die Kupplungsscheibe vorher noch geringfügig zu bearbeiten ist, bevor diese überhaupt ihre Arbeit verrichten kann. Durch Unwissenheit dieser kleinen aber feinen Tatsache, durfte ich den Motor noch mal ausbauen. *grrrrr*

 

 

Paar Tage später habe ich den Motor auch wieder eingebaut. Da ich keinen Zentrierdorn für die Kupplung hatte, war es etwas fummelig, bis Motor und Getriebe verschraubt waren, aber auch das war alleine in 3 Stunden zu bewältigen.

Die Räder schielen deshalb so, weil ich bei der Gelegenheit auch die Lenkung ausgebaut habe um mich dem etwas zu großen Spiel anzunehmen ... was ich aber hätte lieber lassen sollen.

 

 

( Anfang Juli 2004 )