Heizung & Lüftungsdüsen

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Die Heizung beim HKT finde ich allererste Sahne. Nicht nur von der Leistung her, sondern auch die Form gefällt mir im Vergleich zu den ganzen alten Polo Heizungen sehr gut. Nur ein großes Manko hat sie. Sie ist im Innenraum unter dem Instrumentenkasten auf der Beifahrerseite untergebracht.

Der Nachteil ist folgender. Wenn´s anfängt ein wenig zu regnen, hält ja jeder Seven Fahrer noch durch und glaubt fest daran, dass es gleich wieder aufhört. Erst als die Pfützenbildung auf der Straße beginnt und man einen Scheibenwischer auf der Innenseite der Scheibe bräuchte, sieht man ein, dass es keinen Sinn mehr macht offen weiter zu fahren. Man hält an und knüpft das Verdeck zu. Wenn man anschließend einsteigt und weiter fährt wird man sofort merken, dass alle Scheiben beschlagen. Das liegt natürlich überwiegend an der nassen Kleidung und der Feuchtigkeit im Innenraum. Man muß natürlich die Heizung aufdrehen, aber die nützt nun fast gar nichts mehr, das sie ja im Innenraum sitzt und im Endeffekt einen Umluftbetrieb erzeugt. Folge, dauerhaftes Beschlagen aller Scheiben.

Auf einer kurzen Tour mag das kaum stören, ist man jedoch mit seinem Wagen im Urlaub unterwegs und muss evtl. einen ganzen  Tag im Regen durchfahren (wie wir dieses Jahr in der Schweiz), dann wird´s echt anstrengend. Vor jeder Spitzkehre und Serpentine muss man erst die Seitenscheiben wischen um in die Kurve einblicken zu können.

 

 

Also entschied ich mich die kmpl. Heizungsinstallation zu überdenken.

Was mir auch nicht gefiel war die Tatsache, dass die Heizung nicht regelbar ist. Die Temperaturregelung habe ich ja schon anderweitig beschrieben, aber hier meine ich die Luftkanäle. Bei der obigen Situation brauche ich alles an Luft oben an der Scheibe (rechter Ausgang). Aber die Heizung hat ja einen Dauerhaft offenen linken Ausgang, der ständig den Beifahrerfußraum beheizt. Manchmal ist es dem Beifahrer sogar zu warm, aber die Scheiben sind immer noch beschlagen ... Zwickmühle.

 

Da ich keine Möglichkeit fand, der Heizung Frischluft von außen zu zu führen und den bisherigen Platz anderweitig verwenden wollte (versteckter Musikeinbau) wanderte die Heizung schlichtweg in den Motorraum direkt vor die Stirnwand des Instrumentenkastens.

 

 

 

Unter Ihr machte ich eine passgenaue Öffnung in dem Motorraumblech und baute dort einen nicht schönen aber seltenen und nicht sichtbaren "Verteilerkanal", der die Heizungsluft auf drei Schlauchanschlüsse verteilt.

Der kleine (42 mm) geht nach hinten raus und mündet durch das Abdeckblech der Schaltkulisse in das Innere des Instrumentenkastens. Von dort aus geht es weiter zur originalen Scheibenbelüftung.

Die zwei größeren (54 mm) gehen rechtwinklig zur Fahrtrichtung links und rechts raus ...

 

... und werden über einen flexiblen Schlauch mit den verschließbaren Düsen verbunden, die in etwa im Fußbereich aus dem Getriebetunnel heraus gucken. Das tolle daran ist wirklich, dass diese Düsen nun verschließbar sind. Braucht man nun die meiste Luft an der Scheibe, werden die Fußdüsen einfach geschlossen und alles geht nach oben.

Blick in den Beifahrerfußraum.

 

 

Aber die Sache ich noch nicht ganz beendet. Nun möchte ich noch vermeiden, dass ich ständig irgendwelche Motordämpfe und -gase in den Innenraum geblasen bekomme. Diese Erfahrung habe ich bei meinem ersten Seven gemacht. Man bekommt nach wenigen Stunden müde und tränende Augen !

Deshalb muss die Heizung vom Motorraum abgeschottet werden. Da ich auch eine Abschottung des Luftfilters vor hatte, liegt es nahe dies zu kombinieren. So werden beide Systeme mit sauberer und kalter Frischluft versorgt.

Dies ist unter dem Punkt "Luftführung im Motorraum" der Baugeschiche nach zu lesen.