Ölwanne optimieren

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Der Grund für diese Modifikation war mein erster Einsatz mit Slicks auf einer richtigen Rennstrecke (GP-Kurs / Nürburgring) beim freien Fahren der Seven IG letzten Sommer. Dort fiel mir auf, dass mir bei richtig heißem Motor in wirklich schnell gefahrenen Rechtskurven der Öldruck deutlich abfiel. Das mit einem Seven schon ohne Slicks Fliehkräfte von ca. 1g aufgebaut werden, ist mir dieser Sachverhalt erst auf der Rennstrecke aufgefallen. Dort können durchaus Werte von 1,2 g auftreten.

 

 

Der Grund hierfür war in der Ölwanne schnell zu finden.

Mein Motor stammt ja ursprünglich aus einem Fronttriebler und wurde dort quer verbaut. Außerdem hat er in der Serie einen anderen Neigungswinkel.

Hier sieht man die mittels eines Adapterbleches simulierte Position der Ölpumpe samt Ansaugschnorchel innerhalb der Ölwanne. Deutlich fällt auf, dass der Schnorchel sehr weit in Fahrtrichtung rechts ist. Die Fliehkraft von 1g kann man ganz einfach simulieren. Man gießt etwas Flüssigkeit in die Ölwanne und kippt sie 45° zur linken Seite. So sieht das dann in der Ölwanne aus, wenn man im Grenzbereich nach rechts durch´s Castrol-S oder die Coca-Cola-Kurve fährt. Kein Wunder, dass der Öldruck dabei drastisch fällt.

 

Noch am Motor montiert erkennt man hier den heftigen Unterschied.

Das Alublech simuliert den Boden der Ölwanne im Bereich des Ansaugschnorchels und die gelbe Wasserwaage markiert die parallele Linie zum Ölstand bei stehendem Fahrzeug.

 

Hier nun das Ergebnis meines umgeschweißten Ansaugschnorchels.

Lt. Empfehlung des Herrn Höckmayr habe ich den Ansaugtrichter eingekürzt (im oberen Bild zu sehen) und auf lediglich 5 mm vom Boden herab gesetzt. Bei der Gelegenheit habe ihn auch in die Mitte der Ölwanne verlegt, damit das Schwappen des Öl´s zu beiden Seiten keinen Unterschied macht. Hierzu musste ich den Ausläufer eines der Stege am Boden der Ölwanne etwas wegschleifen.

Mit der Kenntnis, dass mein Motor fast gerade eingebaut ist (Höhenunterschied 7,5 mm nach rechts gekippt, gemessen an der Dichtfläche der Ölwanne) habe ich den Ansaugschnorchel nun auch parallel zum Flüssigkeitsstand montiert.

Darüber hinaus habe ich natürlich auch Schwallbleche montiert. Die korrekte Position hat mir Herr Höckmayr bei meinem Besuch freundlicherweise verraten, weshalb ich die Sache jedoch nicht publizieren möchte.

 

Nachtrag vom Juli 2005:  Ich war das erste Mal wieder auf einer Rennstrecke und was soll ich sagen ... GENIAL !!! Diese Modifikation war ein voller Erfolg. In schnell gefahrenen Kurven kann ich überhaupt keinen Druckabfall mehr am Instrument ablesen. Trotz Slicks und beachtlichen Kurvengeschwindigkeiten immer gleich bleibender Druck !!!