Sitzverstellung

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Da mir meine Freundin vor wenigen Monaten beim Verkauf des VM einen riesen Vorwurf gemacht hat, weil sie in den 2 Jahren nicht ein Mal damit fahren konnte, musste ich ihr versprechen, im HKT diesen Winter eine Sitzverstellung einzubauen, damit so was nicht noch mal passiert ...

 

 

Also, erst mal Sitz ausgebaut und paar Gedanken über die Verwirklichung dieser Aufgabe gemacht.

Der Sitz besitzt unten drunter eine Art "Popomulde", welche in eine in der Bodengruppe etwas größer eingearbeitete Mulde eingreift. Dadurch kommt die tiefe Sitzposition zustande, welche wohl extra für den Vorbesitzer geschaffen wurde.

 

Hier ist gut zu erkennen, dass diese Mulde nicht gerade klein ist.

Das Problem ist, dass der Sitz nicht nur durch die Sitzschiene ca. 2 cm höher kommt. Ich muss den Sitz um die Höhe dieser Mulde nach oben versetzen, damit er sich überhaupt nach vorne verschieben lässt. Sonst bleibt die Unterseite der Mulde ja hängen.

Das bedeutet, dass der Sitz um 4 cm höher muss !!! Naaa klasse, dachte ich mir. Durch die niedrige Frontscheibe sitze ich dann ja viel zu hoch ?!?

Naja, werden wir noch sehen ...

 

In den vier Ecken des Sitzes sind von unten bereits Bohrpunkte im GFK zu erkennen. Der Abstand von vorne nach hinten ist sogar identisch mit den Bohrlöchern der Konsole, die mir ein Stammtischkollege günstig überließ.

Diese Punkte habe ich mit einem 12 mm Bohrer vorsichtig durchgebohrt und dort M8 Eindrehmuffen mit recht grobem Gewinde eingesetzt.

 

Dies war wirklich die ideale Befestigungsmöglichkeit.

Da die angebauten Konsolen nicht über die Mulde hinaus gehen, musste ich "Distanzhülsen" (in Form von zwei M10 Muttern) zwischen Konsolen und Sitz verbauen.

 

Anschließend habe die Konsolen in die hinterste Position gefahren und den Sitz eingesetzt. In dieser Position fallen die Konsolen auch kaum auf. Sie schauen lediglich wenige Zentimeter vorne raus, was aber auch prima ist, weil man die Bohrlöcher auf dem Teppich gut markieren kann (Lackstift mit heller Farbe).

Sobald die Schrauben drin sind, Sitz nach vorne fahren (puuh, geht der weit, das sollte selbst für Liliputaner reichen) und die hinteren Bohrlöcher markieren.

 

Tja, fertig ist die Aktion ... aber der Höhenunterschied der beiden Sitze gefällt mir gar nicht.

Wenn ich nun mehr im Wind sitze, muss meine Beifahrerin auch "leiden" !!!

;-)

 

Also habe ich flugs (und erst mal nur provisorisch) aus Holz eine 4 cm hohe "Konsole" gebaut. Somit muss ich auf der Beifahrerseite keine neuen Löcher bohren und der Sitz ist super stabil.

Demnächst muss ich mir mal überlegen, wie man das etwas eleganter löst ...

 

 

 

 

Eine Probefahrt mit der neuen Sitzposition konnte ich Wetter bedingt noch nicht machen, aber gesamt gesehen empfinde ich die Position zum Lenkrad hin als eher angenehm. Zwar bin ich mehr im Wind, aber ich gucke jetzt endlich vernünftig über das Lenkrad und sehe sogar die ganze Nase, was vorher aufgrund der immens tiefen und festgelegten Sitzposition der Vorbesitzers (ca. 2 mtr.) nicht möglich war.

Auf langen Strecken war es für mich nie unangenehm, aber auf der Rennstrecke oder im Slalom habe ich mir schon immer eine Fahraktivere Sitzposition gewünscht. Ich denke, das somit realisiert zu haben.

( November 2003 )