Fächerkrümmer & Sidepipe

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Da ich diesen Winter ja etwas an der Leistung des Motors machen möchte und mal wieder Probleme mit dem Fächerkrümmer durch Rissbildung an den Schweißnähten habe, habe ich mir vorgenommen den Krümmer auszubauen und zum Schweißen weg zu geben.

 

 

Das bisherige Nachschweißen im eingebauten Zustand gestaltete sich eher schwierig. Leider musste ich feststellen, dass der Fächerkrümmer nur nach einem kmpl. Motorausbau (!!!) demontierbar ist.

Aber auch das war mit Hilfe eines Freundes in knapp 3 Stunden erledigt. Es hat so lange gedauert, da wir erst der Auffassung waren, dass ein Ankippen oder Anheben des Motors ausreichen würde ... aber Pustekuchen. Also doch alle Flüssigkeiten ablassen, allen Schlauch und Kabelverbindungen trennen und raus damit.

 

Zum einen kann man ganz gut erkennen, dass die Schweißnaht am dritten Zylinder über 5 mm einfach unterbrochen wurde. An dieser Stelle treten ständig Abgase aus, was man ganz gut an der Verrußung auf der Flanschplatte erkennen kann.

 

Das ist einer von drei Rissen (jedoch auch der heftigste) die der Fächerkrümmer wiederholt aufweist. Irgendwie sehr ärgerlich, zumal der Ausbau ja nicht mal eben gemacht ist. Die anderen Risse sind an derart unzugänglichen Stellen (zwischen den beiden 4-2 Verjüngungen), dass ich mich frage, wie man da mit einem Schweißgerät hinkommen will.

Der Erstbesitzer meines HKT´s hat, meine ich gesagt bekommen zu haben, bereits mal nachschweißen lassen. Und er fuhr den Wagen nur 11 Monate. Als ich ihn gekauft habe, musste ich auch sofort nachschweißen lassen und nun nach 6 Monaten schon wieder ... also quasi zwei mal im Jahr !!!

Darüber hinaus musste ich noch etwas feststellen, dass mich sehr überrascht hat. Es wird ja gesagt, dass ein optimaler Fächerkrümmer vier exakt gleich lange Rohre hat. Egal, ob 4-1, oder 4-2-1, bis zu den Mündungen sollten die Wege gleich lang sein.

Ich habe an dem Fächerkrümmer mal in ausgebautem Zustand die Rohrlängen gemessen und feststellen müssen, dass diese total verschieden sind. Und ich meine jetzt nicht paar Millimeter, auch nicht 1-2 Zentimeter, sondern gewaltige Unterschiede. Ich habe jeweils von der Flanschplatte am Zylinderkopf bis zu der Schweißnaht vor der 4-2 Mündung gemessen. Dahinter sind die Längen bis zum Eingang in den Kat identisch.

Vom Getriebe aus gesehen habe ich folgende Werte ermittelt:

- Zyl. 1:     67 cm

- Zyl. 2:     59 cm

- Zyl. 3:     67 cm

- Zyl. 4:     77 cm

Was soll man davon halten, kennt sich damit einer gut aus ? Bitte um Info ...

Ich muss mich mal erkundigen, ob das so leistungsoptimiert ist und ziehe in Erwägung, den Fächer bei der Gelegenheit aus zu tauschen ... vor allem dann eine mehrteilige Version zu wählen, die man bei eingebautem Motor wechseln kann.

( Mitte Dezember 2003 )

 

Da ich auch in meiner Sidepipe ein zunehmendes Rasseln vernommen habe, habe ich diese auch demontiert und zum einen auch einen Riss an einer Schweißnaht feststellen müssen. Zum anderen war dieses Rasseln ein sich lösender Kat, welcher mittlerweile völlig losgelöst in der Sidepipe wandert.

Da ich mittlerweile bereits fast 100,- € in irgendwelche Kaffeekassen von Schlossereien stecken musste um ständig den Fächer nachschweißen zu lassen, habe ich mal diesbezgl. mit HKT gesprochen. Zum einen versichert mir Herr Höckmayr, dass die bei mir verbaute Abgasanlage trotz unterschiedlicher Rohrlängen das Endstadium seiner Entwicklungsarbeit am Zetec Motor darstellt und absolut leistungs- und vor allem drehmomentorientiert aufgebaut ist. Mit dieser Anlage wurden 20 Nm mehr Drehmoment gemessen, als mit herkömmlichen Fächer/Schalldämpfer-Kombinationen.

Außerdem schlug er mir vor, den Fächer samt Sidepipe einzuschicken. Er wird die Sidepipe reparieren und den Fächer so umrüsten, wie er es auch bei anderen HKT´s mit dem gleichen Problem momentan durchführt. Dieser wird, wie es früher üblich war, zu einem gesteckten System mit außen liegenden Federn umgebaut.

( Ende Dezember 2003 )

 

Am 10. März war es nun endlich so weit. Die Sidepipe ist aus der Reparatur zurück gekommen. Es hat so lange gedauert, weil der Kat zur Garantieprüfung weiter zum Hersteller eingeschickt werden musste. Zwischendurch habe ich ja noch mal mit Herrn Höckmayr telefoniert und wir haben uns gegen ein Ändern des Fächerkrümmers auf das gesteckte System entschieden, da diese Sache zum einen nie dicht wird, und zum anderen durch das ständige Ansaugen von Frischluft sich die Abgaswerte (AU) verschlechtern und es zudem zu einer Überhitzung (bis zur Schmelzung) des Kat´s kommen kann.

 

 

Er hat mir empfohlen, den Fächerkrümmer so zu belassen wie er ist, jedoch aber die starre Verbindung zwischen Fächer und Sidepipe gegen eine flexible zu ändern.

Da zwischen dem Kat und dem Vorschalldämpfer in der Sidepipe noch ein Hohlraum von ca. 14 cm vorherscht, kann man die Sidepipe an dieser Stelle um einige Zentimeter kürzen und hat nun die Möglichkeit ein gasdichtes Gelenkstück vorne einzusetzen.

 

Das ganze sieht nun so aus und macht einen verdammt guten Eindruck !

Top Schweißnähte, fast schon zu schade das Teil unter dem Hitzeschutzblech zu verstecken. Man könnte die Sidepipe ja nun auch gut auf Hochglanz polieren, aber an meinem Seven ist ja nix glänzend, also belasse ich es mal, wie es war.

 

 

Schade nur, dass man bei der ganzen Schweißerei nicht auch den kaum übersehbar markierten recht langen Riss am anderen Ende der Sidepipe behoben hat. Wäre ja ein Kinderspiel gewesen. Und neue Halter wurden auch nicht angebracht, geschweige denn beigelegt, obwohl ich am Telefon darum gebeten habe ...

Nun denn, in den benachbarten Schlossereien kennt man mich ja bereits und stellt bestimmt die raschelnde Kaffeekasse wieder demonstrativ parat.

 

Das könnte unter anderem der Grund für die ständigen Risse sein. Hier habe ich die Sidepipe in das fortlaufende Rohr zum Endschalldämpfer eingesteckt und sie auf dem einen Halter montiert. Also entspricht das dem Zustand, wie sie bisher montiert war.

Deutlich ist der mehr als 2 cm große Höhenunterschied zu erkennen. Das heißt, die Sidepipe war unter großer Verspannung mit dem Fächerkrümmer verschraubt und hat somit ständig an ihm gezerrt.

Kein Wunder, dass mit jedem Kilometer die Risse größer werden.

 

Also muss die Sidepipe nun stabiler aufgehangen werden. Bisher war sie wie gesagt ja nur an einem Punkt (relativ mittig) an einem meiner Meinung nach etwas zu schwachen Silentgummi aufgehangen, welches ja auch schon mal den Geist aufgegeben hat.

Aus 3 mm starkem Edelstahl habe ich nun diese beiden Halter geformt und werde sie die Tage mal anschweißen lassen.

 

Da ich im unteren Rahmenrohr bereits über 5! Bohrungen verfüge (3 für Hitzeschutzblech und 2 für den einen Sidepipehalter), sehe ich nicht mehr ein auf einen knappen Meter Länge noch weiter 4 Bohrungen für die zwei neuen Sidepipehalter zu bohren. Wobei die 3 Löcher für das Hitzeschutzblech eh total albern sind. Auch die 3 Bohrungen für das selbige Blech oben im Seitenteil finde ich nicht notwendig. Dies ist der erste Punkt, wo mir die Ausführung der Hitzeschutzblechmontage von VM besser gefällt.

Nun denn, da ja so viele Löcher vorhanden sind, müssen die nun genutzt werden. Ich habe zwei 3 mm starke, 30 mm breite und 400 mm lange Edelstahlstreifen unter das Seitenteil geschraubt. An diesen recht massiven Streifen kann ich nun an jeder beliebigen Position die beiden Haltelaschen anschweißen, die die Silentgummis für die Sidepipe aufnehmen.

 

So sieht die Sache nun fertig montiert aus. Hält problemlos und sollte nun auch keine Risse mehr mit sich bringen.

Angenehmer Nebeneffekt durch die Verkürzung der Sidepipe ist ein angenehmer Lautstärkegewinn trotz noch zusätzlich vorhandenem Endschalldämpfer ! Geil !!! Nicht zu laut, nicht zu leise ... perfekt !!!

Nachtrag (Januar 2006): Bisher gab´s keine weiteren Probleme, es scheint zu halten.

 

 

 

( Ende März 2004 )