Jungfernfahrt

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Die Fahrt nach Hamburg zusammen mit dem Webmaster der Seven IG (Maxime und seinem Vater Nico) war einwandfrei und lief prima. Leider hatten wir 5 oder 6 Staus, was bei mind. 28°C sehr anstrengend wurde. Auch fiel mir auf, dass der HKT ein kleiner Hitzkopf ist. Gehört habe ich schon vom Vorbesitzer, dass die Wassertemperatur gerne mal etwas höher steigt, und der Lüfter etwas später anspringt. Er hat dies auch bei HKT hinterfragt, was ihm jedoch nicht als ungewöhnlich erklärt wurde.

Die Instrumente funktionieren, denn bei normaler Fahrweise habe ich immer ca. 90° Wasser- und Öltemperatur. Kommt aber mal etwas Stau auf, oder zähflüssiger Stadtverkehr, so klettert die Wassertemp. ruckzuck auf stolze 120°C !!! Das kann doch eigentlich nicht normal sein. Zumal der Lüfter erst bei 115°C anspringt !

Nun denn, ich war auf jeden Fall immer froh, als es weiter ging und die Temp. wider fiel. Aber hier besteht auf jeden Fall akuter Handlungsbedarf.

 

In Hamburg problemlos angekommen, wollten Maxime und ich nach dem Einchecken und Essen Abends noch eben tanken fahren, damit wir am nächsten morgen kein Stress vor der Orientierungsfahrt bekommen. Als ich den Motor nun startete und leicht Gas gab, heulte der Motor auf. Ich machte ihn sofort wieder aus.

Ergebnis ... das Gaspedal hängt auf einmal. Nach näherem Untersuchen und mittlerweile einer Menschentraube um die offene Motorhaube stellte sich heraus, dass der Gaszug (ein einfacher Fahrrad-Bowdenzug, rot markiert) bei der Hitze gelitten hat und innerlich verschmort ist, denn die Seele war einwandfrei. Genauer betrachtet halte ich die Lage auch nicht für optimal ... er liegt parallel zum Ventildeckel nur ca. 10 cm über dem Fächerkrümmer !

Auch halte ich diesen 180° Bogen über dem Ölkühler nicht für optimal. Maxime´s frisch aufgebauter HKT hat rechts vom Ventildeckel liegen. Und die Zugrichtung an der Drosselklappe ist auch um 180° gedreht ... so muss ich das demnächst auch haben.

Aber zurück zum eigentlichen Problem ... es war 21 Uhr Abends und am nächsten Morgen startet die Orientierungsfahrt. Ich habe zu viel Geld für die Veranstaltung gezahlt, um nun auszufallen. Aber zum Glück fanden sich sofort mind. 3-4 Seven Fahrer, die mich tatkräftig unterstützen und auch das notwendige Equipment dabei hatten. Nachdem Silikonspray nichts half, schenkte mir einer eine Ersatz-Bowdenzug-Seele, die er dabei hatte. Diese war etwas dünner und somit in dem verschmorten Bowdenzug leichtgängig. Also konnte ich den HKT wieder Fahrtüchtig machen und an allen Ausflügen teilnehmen. Den kmpl. Bowdenzug verlegten wir mittels Kabelbindern dann natürlich vom Facherkrümmer weg schräg über den Kunststoff-Ventildeckel in Richtung Drosselklappe.

 

Nach dem offiziellen Jahrestreffen über Pfingsten sind wir ja noch paar Tage da oben geblieben und haben die Nordsee und die Ostsee abgefahren. Irgendwann viel mir auf, dass die kmpl. Nase mit Motorhaube (bei HKT eine Einheit) einseitig schief hängt. Der Grund dafür war ein gebrochenes Scharnier, wovon zwei Stück unterhalb der Nase montiert, diese zum Kippen bringen.

Leider sind wir so schon einige Kilometer gefahren, wodurch die Motorhaube an der Auflagefläche zum Seitenteil hin ständig gescheuert hat und mir dort den Lack stark beschädigt hat ... werde wohl bei HKT zu dem Scharnier noch einen Lackstift ordern müssen. Wobei die Sachen ja eigentlich noch auf Garantie gehen sollten. Genauso, wie der Gaszug.

Da wir gerade auf der Insel Fehmern waren, fuhren wir in die nächst beste Werkstatt um das Problem mit einem Stück Lochband selber zu beheben. (es war Mittagspause *grrrr*)

Bei näherer Betrachtung des Scharbiers fiel mir zu Hause jedoch auf, dass es sich um ein einfaches Möbelscharnier aus dem Baumarkt handelt. Garantie hin oder her, dafür muss ich HKT nicht belästigen. Habe mir im Baumarkt zwei massivere Scharniere geholt.

 

Ansonsten war die ganze Fahrt ( 2.500 km ) absolut pannenfrei ! Aber auch an einem HKT gibt´s meiner Meinung nach die ein oder andere Kleinigkeit zu optimieren, weshalb ich diese Baugeschichte hier auf jeden Fall fortführen werde.

Hier sind noch paar Punkte, die mir aufgefallen sind, wo ich Handlungsbedarf sehe:

 

- Scheibenwischvorgang optimieren

Beim Wischen rattern die Wischerblätter bei Senkrechtstellung mit ihrer Unterseite über den Scheibenrahmen hinweg sogar bis auf den Inst.kasten. Verlängert man die Wischerarme ein wenig, so bleiben sie bei geschlossenem Verdeck an der oberen Scheibenkante (Verdeckleiste) hängen. Außerdem wundert mich, dass bei HKT die Wischer nach dem Ausschalten nicht von alleine in Nullstellung zurückfahren, das hatte doch sogar mein VM. in diesem Zusammenhang will ich noch ein Wisch-Wasch-Intervall einbauen.

 

- Dichtigkeit Wassereintritt an der Beifahrertür und im Beifahrerfußraum beheben

 

- Ablagemöglichkeiten schaffen Im Vergleich zu meinem VM fehlt es mir an Ablagen. Da muss ich mir noch was einfallen lassen.

 

- Achsvermessung Irgendwie zieht der Wagen wenn ich Gas gebe nach links und wenn ich vom Gas gehe (Schubbetrieb) nach rechts ... und das nicht unwesentlich. Bei schnellerer Gangart ist das mit der direkten Lenkung eher anstrengend.

 

- Wassertemperatur Herausfinden, warum er so heiß wird und warum der Lüfter so spät anspringt. Evtl. den Lüfter zusätzlich von Innen schaltbar machen.

 

- Gaszug Zugrichtung um 180° ändern und neuen kürzeren Bowdenzug einbauen. und vor allem auf der "kalten" Motorseite (Ansaugseite) verlegen.

 

- Haubenaufstellmechanismus überdenken Die Haube wird in offener Stellung nur einseitig gestützt, wodurch ein sehr labiles Erscheinungsbild aufkommt.